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Artikel über die Eröffnung von Pi-Nong im Genussmagazin (Dez. 2014)

Pi-Nong löst Main Thai ab

Genussmagazin 12.12.2014:

Am Affentorplatz 26 in Sachsenhausen eröffnet demnächst ein neues Thai-Restaurant. Das Main Thai wich dem Restaurant Pi-Nong, die Küche bleibt aber nach wie vor thailändisch.
Authentische Thai-Küche soll es bald am Affentorplatz 26 geben. Pi-Nong heißt das neue thailändische Restaurant, das in den Räumlichkeiten des Main Thai zu finden ist. Derzeit sind die Fenster noch abgeklebt, nur ein Name und eine Homepage-Adresse geben Aufschluss über die zukünftigen Inhaber. Vegane Speisen werde es laut den Informationen auf der Homepage geben. Ein Eröffnungsdatum, eine Telefonnummer oder eine Speisekarte sind hingegen nicht zu finden.

Siegeszug Thaifood

In den letzten Jahren haben immer mehr Menschen den Wert der thailändische Küche für sich entdeckt. Im weit größerem Verhältnis wie chinesischen Restaurants geschlossen wurden, haben  thailändische Restaurants und Imbissbuden eröffnet. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Ernährungsgewohnheiten geändert haben. Die Leute wollen überrascht werden, mit neuen Geschmacksrichtungen, exotischen Früchten und interessanten Gewürzen und Kräutern. Außerdem achten viele auf ihre Ernährung und nicht ohne Grund sind vegetarische oder sogar vegan Speisen auf dem Vormarsch.

Vielfalt und Kombinationsmöglichkeit

Wenn man sich vegetarisch ernährt dann bieten einem die asiatischen Küchen einfach eine große und spannende Vielfalt und Kombinationsmöglichkeiten. Für die Restaurants ist es auch einfacher eine attraktive Speisekarte zu erstellen. Denn ob ein Reis oder Nudelgericht mit Entenbrust, Rindfleisch oder Tofu serviert wird macht im Ablaufprozess der Küche fast keinen Unterschied. In unserer einheimischen Küche ist das um ein vielfältiges aufwendiger.

Ernährungsbewusste Personen sind außerdem in der Lage sich sehr gezielt gerichtet zu essen. Die verwendeten Zutaten sind in der Regel klar deklariert und Unverträglichkeiten oder Vorlieben können bestmöglich in Betracht gezogen werden. Ein weiterer und nicht zu unterschätzender Pluspunkt ist die Frische der Produkte und die Art der Zubereitung. Gemüse wird beispielsweise nur kurz und dafür unter entprechend großer Hitze im Wok gegart. Das entspricht einer schonenden Zubereitung und erhält viele Vitamine.

Bio, Vegan, Ayurveda oder mikrobiologische Ernährung

Die Fokussierung auf das was wir essen schreitet immer weiter voran. Sogenannten Trends wie Bio, Vegan, Ayurveda oder mikrobiologische Ernährung sind längst in unseren Alltag fest verankert.

Deshalb haben wir ganz konsequent unser Thai-Bistro Pi-Nong so gestaltet, dass wir neben den frischen Zutaten von Anfang an auch vegan und vegetarische Gerichte anbieten. Wir glauben und wissen, dass die Nachfrage nach gesundem und wohlschmeckendem Essen immer mehr Beachtung finden wird.

Thailändisches Essen

Grundsätzlich sind nach der Art des Servierens und der Einnahme der Mahlzeit zwei Gruppen von Gerichten zu unterscheiden. Bei „Ein-Teller-Gerichten“ , wird eine komplette Mahlzeit, einschließlich sättigendem Stärkelieferant (meist Reis), Proteinlieferant und Gemüse auf einem einzigen Teller serviert und von einer Person allein gegessen. Das können sowohl Pfannengerichte sein, bei denen alle Zutaten zusammen zubereitet werden, aber auch Gerichte, bei denen die Fleisch-, Ei- und/oder Gemüsebestandteile separat gegart werden und erst zum Schluss zusammen mit dem (in der Regel gedämpften) Reis auf einem Teller serviert werden. Auf der anderen Seite gibt es „Gemeinschaftsgerichte“. Dabei bekommt jeder Teilnehmer der Mahlzeit bloßen Reis (seltener Nudeln) auf den individuellen Teller, die eigentlichen Hauptgerichte (Fleisch, Fisch, Gemüse) werden in mehreren Schalen auf die Tischmitte gestellt, aus denen sich alle bedienen können.

Ein-Teller-Gerichte

Hat Thai, gebratene Nudeln auf thailändisch gilt als ein Nationalgericht Thailands. Gebratene Nudelgerichte wurden vermutlich während der Ayutthaya-Zeit von vietnamesischen Händlern eingeführt und nach und nach durch entsprechende Zutaten und Gewürze an den Geschmack der Thai angepasst. Phat Thai vereint in sich die vier Grundgeschmacksrichtungen der thailändischen Küche: scharf, sauer, salzig und süß. Dafür sorgen getrocknete Chili, Limette, Fischsauce und Rohrzucker, die oftmals auch separat zum individuellen Nachwürzen serviert werden. Die Nudeln werden mit Ei, Tofu und kleinen, getrocknete Garnelen gebraten. Zusätzlich können auch frische Garnelen, Krebs oder Huhn verwendet werden. Es wird in der Regel mit Mungbohnensprossen, Schnittlauch und kleingehackten geröstete Erdnüssen serviert, die man sich selbst, je nach Geschmack, hinzufügen kann.
Khao Phat ist eines der beliebtesten Ein-Teller-Gerichte und ist sehr schnell zubereitet. Typischerweise wird Jasminreis mit einer Sorte Fleisch (meistens Huhn oder Garnelen, aber auch ohne Fleisch möglich), Ei, Zwiebeln, Knoblauch und manchmal Tomaten sowie den Geschmacksgebern Fischsauce, Zucker, Salz und u. U. Chilisauce bei hoher Temperatur und unter ständigem Rühren in einem Wok gebraten. Die fertig zubereitete Portion wird auf einem Teller serviert und kann mit Gurken- oder Tomatenscheiben, Zwiebeln und Koriander garniert werden. Eine besondere Variante ist Khao phat american, das vermutlich seit der Stationierung von US-Soldaten während des Vietnamkriegs üblich ist. Dabei wird der gebratene Reis mit Ketchup zubereitet und mit Spiegelei, gebratenem Würstchen und Speck serviert.
Für Phat Kaphrao wird eine Sorte grob gehacktes Fleisch (Schwein, Huhn, Rind oder Garnelen) mit dem namengebenden „indischen Basilikum“ (kaphrao), Chili, Knoblauch und Sojasauce bei großer Hitze im Wok gebraten. Es kann als eines von mehreren Gemeinschaftsgerichten serviert werden, ist aber vor allem als Ein-Teller-Gericht auf gedämpftem Reis und auf Wunsch mit einem Spiegelei als schnelle Mittagsmahlzeit beliebt.

Gemeinschaftsgerichte

Kaeng : Weltberühmt sind auch einige Gerichte der thailändischen Küche aus der Gruppe der Kaeng, die in Deutschland oft als „Thai-Curry“ bezeichnet werden. Sie enthalten jedoch kein Currypulver, sondern haben eine (für das jeweilige Gericht spezifische) Gewürzpaste zur Basis. Dabei werden beispielsweise Wurzeln, frische Blätter und frische Chillischoten mit Garnelenpaste so lange im Mörser gestampft, bis sie zu einer homogenen, dicken Masse geworden sind. Kaeng ist ein Oberbegriff für ganz verschiedene Suppen oder flüssige Eintöpfe, so gibt es auch ein Kaeng Chuet, das eine klare, sehr milde Brühe ist. Die international bekanntesten Kaeng-Gerichte sind wohl das „grüne Thai-Curry“ Kaeng Khiao Wan, das „rote Thai-Curry“ Kaeng Phet, das „muslimische“ Kaeng Masaman und das relativ milde, nach Erdnüssen schmeckende Kaeng Phanaeng. Auch Tom Kha ist eigentlich ein Kaeng-Gericht und wird von vielen Thailändern umgangssprachlich Kaeng Kha genannt. Maßgeblich für die Benennung des jeweiligen Gerichts ist die verwendete Gewürzpaste, das verwendete Fleisch (oder Fisch oder Tofu) ist dabei variabel. Es gibt allerdings bestimmte Kombinationen, die verbreiteter sind als andere, zum Beispiel „grünes Curry“ mit Huhn.
Som Tam kommt ursprünglich aus der laotischen Küche und ist besonders im (laotisch geprägten) Isan beliebt, ist inzwischen aber landesweit verbreitet und eines der wichtigsten Gerichte der thailändischen Nationalküche geworden. Es ist eine Art Salat aus klein gehackten und gestampften grünen (unreifen) Papayas, Zwiebeln, Tomaten, Limette, Lang-Bohnen, gerösteten Erdnüssen, Salz, Palmzucker und Chillischoten, gewürzt mit Fischsauce. Hinzu kommen oft getrocknete kleine Garnelen, manchmal auch Krebse. Der Geschmack ist üblicherweise sehr scharf und etwas säuerlich. Es wird meistens sehr scharf gegessen. Es gibt auch Abwandlungen, bei denen die Papaya durch anderes unreifes Obst (z.B. Mango) oder durch gemischtes Obst ersetzt wird.
Tom Yam ist wohl eines der bekanntesten Gerichte Thailands. Diese würzige, sauer-scharfe Suppe wird mit Fischsauce, Schalotten, Zitronengras, Limonensaft, Galgant, Tamarinde und vielen Chillies gewürzt. Sie wird traditionell zu Reis mit verschiedenen Einlagen, wie Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten serviert, die „klassische“ Variante ist dabei mit Garnelen: Tom Yam Kung wird oft als das thailändische Nationalgericht genannt.