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Tom Yam (Nr. 7)

Suppe mit Champignons, Kaffirblättern, Galgant, Zitronengras und Tomatenstücken

Eine der sicherlich bekanntesten Thai-Suppe ist Tom Yam.

Dabei handelt es sich um eine in heiße, leicht saure und zumeist sehr scharfe Suppe! Die Brühe aus Fischsoße wird pikant durch das Zitronengras, die Schalotten, die Kaffernlimetten-Blätter, dem typischen Thai-Ingwer (Galanga). Für die Säure ist Tamarinde verantwortlich und die Schärfe die frischen Chilis! Erst ganz zum Schluß wird auf die Suppe noch etwas Koriander dekoriert.

Es gibt verschiedene Varianten der Tom Yam Suppe:

  • Tom Yan Kung: mit Riesengarnelen und Pilzen
  • Tom Yan Gai: mit Huhn
  • Tom Yan Pla: mit Fisch
  • Tom Yan Talee: mit Meeresfrüchten

Manchmal wird die Suppe auch als Tom Yam Gai angeboten, dann ist sie mit Kokosmilch zubereitet worden. Oftmals wird nur ein bisschen Kokosmilch hinein dazu gegeben, dann würde man von einer Tom Yam Man Khon sprechen.

Gung Tempura (Nr. 6)

Knusprige Garnelenschwänze mit süß-saurer Sauce

Tempura ist eine Zubereitungsvariante frittierter Speisen in der japanischen Küche. Mit einem Teigmantel aus Mehl, Ei und Eiswasser versehen werden diverse Fisch-, Pilz- und Gemüsesorten sowie Sprösslinge und junge Blätter in heißem (140 bis 190 °C) Öl schnell ausgebacken.

In Thailand wird für den Ausbackteig feines Tempuramehl verwendet, das aus Reis hergestellt wird und das in anderen Ländern teils in asiatischen Lebensmittelgeschäften oder im Feinkosthandel erhältlich ist. Besonders zum Ausbacken geeignet sind Garnelen und Hummerkrabben. Zu den bevorzugten Gemüsearten zählen Süßkartoffel, Lotus, Aubergine, Schoten, Zwiebeln, Karotten, Paprika, Zucchini, Spargelspitzen.

Chili

Weltweit gehören Chillies zu den beliebtesten Gewürzen. Besonders im asiatischen Raum, Afrika, dem Orient und natürlich in Lateinamerika sind ihre Schärfe allgegenwärtig.

Die Chillies gehört zu der Gattung der Paprika und somit zur Familie der Nachtschattengewächse.  Man unterscheidet zwischen Chili, Peperoni, Pfefferoni oder Peperoncini.

Die Pflanze und auch die Frucht werden als Paprika bezeichnet. Die Frucht hat verschiedene Namen. Sie unterschieden sich in der Form, Größe und Farbe. Aber vor allem die Schärfe ist sehr unterschiedlich. Die am weitesten verbreitete Art, zu der auch fast alle in Europa erhältlichen Paprika, Peperoni und Chilis gehören, ist Capsicum annuum. Die meisten Paprika enthalten – in sehr unterschiedlicher Konzentration – den Stoff Capsaicin, der die Schärfe erzeugt.

Sollte man eine zu scharfe Chili erwischt haben halt Joghurt oder Milch, aber kein Wasser!

In der thailändischen Küche verwendet man zumeist die Vogelaugen-Chilischoten.

 

Yam Wunsen (Nr. 13)

GlasnudelsalatGlasnudelsalat mit Gurken, Tomaten, Zwiebeln und Sellerie in Zitronensauce

Vor allem in den heißen Tagen des Jahres gibt es nichts erfrischendes als einen Glasnudelsalat. Vor allem in Verbindung mit den verschiedenen Beilagen lassen keine Wünsche offen. Denn es gibt Variationen mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte sowie vegetarische Varianten mit Tofu.

Neben dieser Kombinationsmöglichkeiten zeichnet sich der Salat auch durch seine Frische aus. Der Koriander, die Frühlingszwiebeln und der Geschmack der verwendeten Soßen in Verbindung mit dem Limettensaft werden gekrönt von den Chilies.

 

Satay Gai

Hühnerfleisch-Spieße mit Erdnuss-Sauce

Satay (oder auch Saté) ist ein Grillgericht, das ursprünglich aus Indonesien stammt, aber in vielen Ländern Südostasiens beliebt ist, wie etwa Malaysia, Singapur, Vietnam und natürlich in Thailand. In der Zeit der Kolonialisierung ist das Gericht auch in die niederländische Küche gelangt. Die japanische Variante nennt sich Yakitori. Satay bedeutet auf Indonesisch einfach so viel wie „Fleisch, das auf Bambusspießchen über Holzfeuer gegrillt wird“.

Zutaten und Zubereitung variieren stark von Land zu Land. Dabei kann es sich um mit Kurkuma mariniertes Fleisch, marinierten Fisch, marinierte Shrimps oder mariniertes Geflügel handeln, meist jedoch Hühnerfleisch oder Lammfleisch. Serviert werden kann Satay beispielsweise mit würziger Erdnusssauce, oder Erdnuss-Bratensaft mit Schalotten und Lontong (indonesischer, in Kokosnussblättern gedämpfter Reis). In Indonesien isst man Satay mit Acar (saure Gemüsemischung aus rohen Karotten, Gurken, Chili und Schalotten) als Beilage.

Es wird angenommen, dass Satay von chinesischen Immigranten eingeführt wurde, die solche Fleischspießchen auf der Straße verkauften.

Thailändisches Essen

Grundsätzlich sind nach der Art des Servierens und der Einnahme der Mahlzeit zwei Gruppen von Gerichten zu unterscheiden. Bei „Ein-Teller-Gerichten“ , wird eine komplette Mahlzeit, einschließlich sättigendem Stärkelieferant (meist Reis), Proteinlieferant und Gemüse auf einem einzigen Teller serviert und von einer Person allein gegessen. Das können sowohl Pfannengerichte sein, bei denen alle Zutaten zusammen zubereitet werden, aber auch Gerichte, bei denen die Fleisch-, Ei- und/oder Gemüsebestandteile separat gegart werden und erst zum Schluss zusammen mit dem (in der Regel gedämpften) Reis auf einem Teller serviert werden. Auf der anderen Seite gibt es „Gemeinschaftsgerichte“. Dabei bekommt jeder Teilnehmer der Mahlzeit bloßen Reis (seltener Nudeln) auf den individuellen Teller, die eigentlichen Hauptgerichte (Fleisch, Fisch, Gemüse) werden in mehreren Schalen auf die Tischmitte gestellt, aus denen sich alle bedienen können.

Ein-Teller-Gerichte

Hat Thai, gebratene Nudeln auf thailändisch gilt als ein Nationalgericht Thailands. Gebratene Nudelgerichte wurden vermutlich während der Ayutthaya-Zeit von vietnamesischen Händlern eingeführt und nach und nach durch entsprechende Zutaten und Gewürze an den Geschmack der Thai angepasst. Phat Thai vereint in sich die vier Grundgeschmacksrichtungen der thailändischen Küche: scharf, sauer, salzig und süß. Dafür sorgen getrocknete Chili, Limette, Fischsauce und Rohrzucker, die oftmals auch separat zum individuellen Nachwürzen serviert werden. Die Nudeln werden mit Ei, Tofu und kleinen, getrocknete Garnelen gebraten. Zusätzlich können auch frische Garnelen, Krebs oder Huhn verwendet werden. Es wird in der Regel mit Mungbohnensprossen, Schnittlauch und kleingehackten geröstete Erdnüssen serviert, die man sich selbst, je nach Geschmack, hinzufügen kann.
Khao Phat ist eines der beliebtesten Ein-Teller-Gerichte und ist sehr schnell zubereitet. Typischerweise wird Jasminreis mit einer Sorte Fleisch (meistens Huhn oder Garnelen, aber auch ohne Fleisch möglich), Ei, Zwiebeln, Knoblauch und manchmal Tomaten sowie den Geschmacksgebern Fischsauce, Zucker, Salz und u. U. Chilisauce bei hoher Temperatur und unter ständigem Rühren in einem Wok gebraten. Die fertig zubereitete Portion wird auf einem Teller serviert und kann mit Gurken- oder Tomatenscheiben, Zwiebeln und Koriander garniert werden. Eine besondere Variante ist Khao phat american, das vermutlich seit der Stationierung von US-Soldaten während des Vietnamkriegs üblich ist. Dabei wird der gebratene Reis mit Ketchup zubereitet und mit Spiegelei, gebratenem Würstchen und Speck serviert.
Für Phat Kaphrao wird eine Sorte grob gehacktes Fleisch (Schwein, Huhn, Rind oder Garnelen) mit dem namengebenden „indischen Basilikum“ (kaphrao), Chili, Knoblauch und Sojasauce bei großer Hitze im Wok gebraten. Es kann als eines von mehreren Gemeinschaftsgerichten serviert werden, ist aber vor allem als Ein-Teller-Gericht auf gedämpftem Reis und auf Wunsch mit einem Spiegelei als schnelle Mittagsmahlzeit beliebt.

Gemeinschaftsgerichte

Kaeng : Weltberühmt sind auch einige Gerichte der thailändischen Küche aus der Gruppe der Kaeng, die in Deutschland oft als „Thai-Curry“ bezeichnet werden. Sie enthalten jedoch kein Currypulver, sondern haben eine (für das jeweilige Gericht spezifische) Gewürzpaste zur Basis. Dabei werden beispielsweise Wurzeln, frische Blätter und frische Chillischoten mit Garnelenpaste so lange im Mörser gestampft, bis sie zu einer homogenen, dicken Masse geworden sind. Kaeng ist ein Oberbegriff für ganz verschiedene Suppen oder flüssige Eintöpfe, so gibt es auch ein Kaeng Chuet, das eine klare, sehr milde Brühe ist. Die international bekanntesten Kaeng-Gerichte sind wohl das „grüne Thai-Curry“ Kaeng Khiao Wan, das „rote Thai-Curry“ Kaeng Phet, das „muslimische“ Kaeng Masaman und das relativ milde, nach Erdnüssen schmeckende Kaeng Phanaeng. Auch Tom Kha ist eigentlich ein Kaeng-Gericht und wird von vielen Thailändern umgangssprachlich Kaeng Kha genannt. Maßgeblich für die Benennung des jeweiligen Gerichts ist die verwendete Gewürzpaste, das verwendete Fleisch (oder Fisch oder Tofu) ist dabei variabel. Es gibt allerdings bestimmte Kombinationen, die verbreiteter sind als andere, zum Beispiel „grünes Curry“ mit Huhn.
Som Tam kommt ursprünglich aus der laotischen Küche und ist besonders im (laotisch geprägten) Isan beliebt, ist inzwischen aber landesweit verbreitet und eines der wichtigsten Gerichte der thailändischen Nationalküche geworden. Es ist eine Art Salat aus klein gehackten und gestampften grünen (unreifen) Papayas, Zwiebeln, Tomaten, Limette, Lang-Bohnen, gerösteten Erdnüssen, Salz, Palmzucker und Chillischoten, gewürzt mit Fischsauce. Hinzu kommen oft getrocknete kleine Garnelen, manchmal auch Krebse. Der Geschmack ist üblicherweise sehr scharf und etwas säuerlich. Es wird meistens sehr scharf gegessen. Es gibt auch Abwandlungen, bei denen die Papaya durch anderes unreifes Obst (z.B. Mango) oder durch gemischtes Obst ersetzt wird.
Tom Yam ist wohl eines der bekanntesten Gerichte Thailands. Diese würzige, sauer-scharfe Suppe wird mit Fischsauce, Schalotten, Zitronengras, Limonensaft, Galgant, Tamarinde und vielen Chillies gewürzt. Sie wird traditionell zu Reis mit verschiedenen Einlagen, wie Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten serviert, die „klassische“ Variante ist dabei mit Garnelen: Tom Yam Kung wird oft als das thailändische Nationalgericht genannt.